Die Gärten der Welt – Raum der Begegnung

Vom 5. bis 7. Mai 2026 fand der erste Städtepartner-Dialog des Bezirks Marzahn-Hellersdorf statt.

Dieser wurde gemeinsam vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, dem Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein e.V. und dem Verein Freunde der Gärten der Welt e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Grün Berlin GmbH organisiert.

Pritzi eröffnet den Workshop

Der Einladung zum Städtepartner-Dialog 2026 mit dem Titel „Stadt–Natur–Kultur: Räume der Begegnung“ folgten Delegationen aus den Partnerstädten Tychy (Polen) und Lauingen (Bayern).
Eingebettet in dieses Treffen wurden im Workshop des Vereins Freunde der Gärten der Welt e.V. Themen rund um Städtepartnerschaften und grüne, urbane Lebenswelten betrachtet.


Thomas Honeck, amtierender Leiter des Referats Internationales der Berliner Senatskanzlei gewährte uns einen Einblick in die Arbeit seines Verantwortungsbereiches. Es wurde deutlich, dass hinter der offiziellen Bühne viel Kleinarbeit geleistet wird, um die internationale Zusammenarbeit im Rahmen von Städtepartnerschaften und -netzwerken erfolgreich zu gestalten. Wie wohltuend, bei allem aktuellen internationalen Getöse mal wieder den Begriff „Diplomatie“ in den Mittelpunkt gerückt zu sehen.

Anmoderiert wird Beate Reuber die zeigt, wie Städtepartnerschaften die Gärten der Welt prägen

Gerade die Gärten der Welt sind ein sichtbares Beispiel gelebter Städtepartnerschaften. Die Parkbotschafterin der Grün Berlin GmbH und langjährige Leiterin der Gärten der Welt Frau Beate Reuber vermittelte den beeindruckten und amüsierten Gästen mit ihrem reichen Erfahrungsschatz anhand zahlreicher Anekdoten nicht nur die Vielfalt der unterschiedlichen Gartenkulturen, sondern auch die unterschiedliche Mentalität der Menschen, die diese Gärten geschaffen haben.


Unser Vereinsmitglied Dr. Martina Tschauder sprühte in ihrem Vortrag zur gartenkulturellen Einordnung der Gärten der Welt vor Begeisterung und präsentierte damit auch eine sprachliche „Delikatesse“, die in zukünftigen Vereins-Publikationen einen Platz finden sollte.

Gartenkulturelle Einordnung durch Dr. Martina Tschauder
Netzwerken in der Pause

Was liegt näher, als genau an diesem Ort, den Gärten der Welt, das „Grün“ unserer Städte näher zu betrachten: Welche Begegnungsmöglichkeiten und Potentiale bieten grüne Flächen in unseren Städten, wie sorgen wir für eine lebenswerte Umgebung?


Das sind Fragen, die uns Stadtlandschaftsarchitektin Róża Jaros anhand von Beispielen aus ihrer Stadt Tychy beantwortete. Ewa Dymek, die in Tychy für Internationales und Promotion verantwortlich zeichnet, übersetzte für das interessierte Publikum.

Es ist ein phantastischer Glücksfall, dass ausgerechnet Tychy und Lauingen zu unseren Partnerstädten gehören. Einerseits eine Zukunftsvision von einer grünen lebensfreundlichen Stadt, die gerade wahr wird. Andererseits eine alte bayrische Stadt, die gar nicht reich ist und mit uns wohlbekannten Problemen kämpft, Lösungen für die Menschen findet …


…und ein Wohngebiet namens „Marzahner Ring“ baut.

Philipp Eigner stellt den Marzahner Ring in Lauingen vor

Die Fachleute aus den Bereichen der Stadtentwicklung berichteten kompetent über die Aktivitäten in ihren Heimatstädten. Besonders wertschätzend konnten die Gäste des Workshops wahrnehmen, dass die polnische Delegation ihren Beitrag in deutscher Sprache vorbereitet hatte und von der Stadtlandschaftsarchitektin Róża Jaros persönlich präsentiert wurde.


Die besondere Bedeutung des diesjährigen Workshops wird uns erst in der Nachbetrachtung wirklich klar: Es gab viele Anregung für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die Delegationen waren mit dem Oberbürgermeister von Tychy, Herrn Maciej Gramatyka und der Ersten Bürgermeisterin von Lauingen, Frau Katja Müller hochrangig besetzt. Und dass die Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Frau Nadja Zivkovic den Workshop vom Grußwort bis zum Schlusswort aktiv begleitet hat, zeigt die besondere Wertschätzung, dass wir mit diesem Thema genau den richtigen Nerv getroffen haben.

Da Pritzi, der Vorsitzende des Vereins mit viel Freude und Humor den Workshop moderiert hat und nun auch den Bericht dazu geschrieben hat, gibt ihm dies die Möglichkeit mitzuteilen, dass er selbst in sich eine unendliche Freude empfindet: Zum einen, weil es sehr viel Spaß gemacht hat, den dreitägigen Städtepartner-Dialog 2026 und damit den Workshop „Die Gärten der Welt – Raum der Begegnung“ vorzubereiten, zum anderen weil die Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam und den Menschen aus unseren Partnerstädten so unendlich wertvoll für die Zukunft ist.
Es sind die Menschen, die die Verbindungen zwischen den Partnerstädten nicht nur knüpfen, sondern auch halten. Freuen wir uns auf einen weiteren Ausbau der Beziehungen zu unseren Partnern!

Text: Pritzi (inspiriert durch eine Workshop-Rezension von Marlies Wille)
Fotos: Marlies Wille und Pritzi