Winterspaziergang 2020 – Viel Neues in den Gärten der Welt!

“Winter” in den Gärten der Welt

10 Grad Plus, Regen, Wind – nicht unbedingt das, was man sich unter einem zünftigen Winterspaziergang vorstellt. Trotzdem kamen ca. 45 Unverzagte – Vereinsmitglieder und Gäste – zu unserem traditionellen Outdoor-Jahresauftakt, alle zweckmäßig gekleidet und mit Regenschirmen oder -umhängen gerüstet. Und niemand musste sein Kommen bereuen, öffnete doch Frau Reuber, Parkbotschafterin der Gärten der Welt, eine ganze Wundertüte voller Neuigkeiten, die uns in diesem Jahr in den Gärten erfreuen werden.

Gleich zu Beginn, noch im regengeschützten Besucherzentrum, stellte sie uns zwei junge Damen vor, die den Auftrag haben, Audioguides für die Besucher zu entwickeln und dafür auf der Suche nach Anregungen, spannenden Geschichten und Erlebnissen sind. Während des Spazierganges sind sie bereits fündig geworden, wurden von Teilnehmern angesprochen und mit Ideen versorgt. Wer noch Audioguide-kompatible Ideen, Begebenheiten, Geschichten rund um die Gärten der Welt beitragen möchte, kann diese an caroline.boettcher@gmail.com senden.

Frau Reuber stellt Frau Böttcher und Frau Jäger, die Protagonistinnen des Audioguide-Projektes vor

Danach führte uns Frau Reuber zu einem kleinen Pavillon, während der IGA “Haus der Landschaft”, der nach verschiedenen Zwischennutzungen nun einem neuen, sehr sinnvollen Zweck zugeführt wird: Er wird demnächst Stützpunkt für bis zu 40 Park-Guides werden. Diese werden mit maßgeblicher Unterstützung der Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf und auch unseres Vereins in Gestalt des Vereinsvorsitzenden Gerhard „Pritzi“ Pritzlaff an Wochenden, Feiertagen und Tagen mit besonders starkem Besucherandrang den Menschen, die unsere Gärten besuchen, mit Rat und Tat zur Seite stehen, etwa so, wie die Volunteers während der IGA.

Wen stört schon das bisschen Regen?

Ein kurzer Marsch durch den Regen, vorbei am Englischen hin zum Orientalischen Garten, dem nächsten „Unterstand“. Der Saal der Empfänge war für eine Hochzeit festlich hergerichtet. Derzeit werden Trauungen an diesem besonderen Ort angeboten, in der warmen Jahreszeit dann wieder im Steinboot des Chinesischen Gartens.

Dann weiter zum Balinesischen Garten, wo wir von Frau Reuber Wissenswertes über dessen religiöse Bedeutung hörten und auf gerade neu gepflanzte wunderschöne Orchideen hingewiesen wurden, nebst Fachsimpelei über Anpassungsprobleme und „Trotzreaktionen“ von Pflanzen.

Der Jüdische Garten – noch nur auf dem Papier

Und hier wird er entstehen

Noch unter dem schützenden Dach des Balinesischen Gartens und dann direkt vor Ort, am bisherigen Standort der beiden Schaukelbären Mischa und Mascha: Spannendes über die Planung des Jüdischen Gartens, der dort entstehen wird. Noch kann nur an Hand von Plänen darüber informiert werden, manches ist auch noch nicht bis zu Ende ausdiskutiert, aber die Freunde der Gärten der Welt haben für den Sommer bereits eine Baustellenführung mit den ausführenden Landschaftsarchitekten vorgesehen. Die Bären werden übrigens nicht auf Dauer verschwinden, sie erhalten nach Rekonstruktion einen neuen Standort in den Gärten der Welt.

Wer die Schaukelbären vermisst…

Zum Abschluss wurden wir dann noch vor Ort, gegenüber dem Japanischen Garten, über den Stand der Planungen für den vierten Kinderspielplatz nach Erich Kästners Erzählung„Konrads Reise in die Südsee“ in Kenntnis gesetzt. Leider wird „Konrad in den Blumenwipfeln“ wohl erst 2021 an die Kleinen übergeben werden können.

Es war wieder ein sehr schöner Spaziergang mit vielen spannenden Informationen, gekonnt und locker durch Frau Reuber vermittelt. Herzlichen Dank, der Verein wird die Gärten der Welt weiterhin mit viel Engagement begleiten. Damit es irgendwann wirklich einmal heißt: „Wer nicht in den Gärten der Welt war, war nicht in Berlin“!

Dank an Frau Reuber

Text: G. Költzsch, Fotos: Dr. H. G. Büchner, G. Költzsch